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Mit Ausnahme der Bestände in Island, Barentssee und der östlichen Ostsee sind alle Kabeljaubestände im Nordatlantik bereits überfischt oder werden momentan zu stark befischt. Die Grunschleppnetz-Fischerei verursacht viel Beifang. Fischerei-Management ist vorhanden aber bisher nur teilweise effektiv.
Kabeljau aus MSC- zertifizierter Fischerei.
Die europäischen Aalbestände werden auf der Roten Liste der IUCN als vom Aussterben bedroht aufgeführt. Die Art ist hoch anfällig für Überfischung und weist einen komplexen Lebenszyklus auf. Die Bestände sind auf einem historischen Minimum und nehmen weiter ab. Zudem gibt es hohe Beifangraten von Jungaalen und anderen Arten. Das Management ist nicht wirksam beim Wiederaufbau der Aalbestände. Zucht ist ebenfalls keine Alternative, da zu diesem Zweck Jungaale aus Wildbeständen gefangen werden.
Wir können keinen ähnlichen Fisch empfehlen.
Für Überfischung anfällige Fischart, da späte Geschlechtsreife und wenige Nachkommen. Einzelne Bestände des Blauflossenthun (Thunnus thynnus, auch roter Thun genannt) ist nach der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN stark gefährdet und in einigen Regionen sogar vom Aussterben bedroht. Die Bestände im Ostatlantik und Mittelmeer ist überfischt und stark bedroht. Fänge werden oft unterdeklariert und die illegale Fischerei ist ein kritischer Punkt. Zudem ist nicht klar, wie viele Jungfische für die Aufzucht gefangen werden. Häufig auch Beifang von jungen Thunfischen, Schwertfische, Marlins und Meeresschildkröten und Delfine. Ein Fischerei-Management ist zwar vorhanden, aber nicht als wirksam und kritisch einzustufen.
Keine Alternative. Einzelne Thunfisch-Fischereien sind nach MSC zertifiziert oder befinden sich im Bewertungsprozess.
Für Überfischung anfällige Fischart. Schwertfische bilden zum Laichen Schwärme und führen ausgedehnte Wanderungen durch. Das macht sie in dieser Zeit sehr anfällig Die meisten Bestände sind überfischt. Die Fangmethoden Langleinen und Treibnetze verursachen viel Beifang. Gerade auch bedrohten Arten wie Meeresschildkröten, Delfine oder Haie werden oft mitgefangen. Die Wirksamkeit des Managements hängt von den einzelnen Ländern ab.
MSC Schwertfisch.
Die Zucht von Pangasius in offenen Käfigen hat abgenommen, nur noch 20 Prozent stammen aus Zuchten dieser Art. Offene Netz-Anlagen weisen einige negative ökologische Auswirkungen auf. Den grössten Effekt hat die erhöhte Nährstoffkonzentration in der Umgebung der Käfige wegen der Verschmutzung der Gewässer mit Rückständen (Phosphor und Nitrogen). Potenzielle Ausbrüche von Zuchtfischen aus den Anlagen können zur Schwächung des Wildbestandes führen und Krankheiten und Parasiten übertragen. Pangasius ist ein Allesfresser und benötigt nur geringe Mengen an Proteinen (Fischmehl und Fischöl). Um ein Kilogramm Pangasius zu produzieren, werden nur 0.9 Kilogramm Wildfisch benötigt. Das Potenzial für eine nachhaltige Zucht wäre vorhanden. In vielen Fällen stammen jedoch Fischöl und Fischmehl nicht aus nachhaltigen Quellen. Krankheiten und die nicht regulierte Behandlung mit Medikamenten ist ein weiteres Problem. Die gesetzliche Regulierung und der Vollzug werden kritisch eingestuft.
Pangasius aus Zucht Vietnam mit dem Bio- Label.
In vielen Ländern Europas werden Karpfen in offenen Systemen gezüchtet. Die Zucht findet häufig in großem Maßstab statt. Karpfen sind Allesfresser und ernähren sich sowohl von den Pflanzen und Algen im Gewässer, als auch von den Bodentieren. Sie benötigen keine Zufütterung. Die Auswirkungen der Karpfenzucht auf den umgebenden Lebensraum sind gering, da sich die Besatzdichte an der natürlichen Kapazität des Gewässers orientiert. Abflüsse fügen der Umwelt keine Schäden zu und die Zucht belastet die Wildfischbestände nicht.
Die Heringsbestände um Island und Norwegen sowie in der nördlichen Nordsee sind in gutem Zustand und werden nachhaltig befischt. Recht gutes Fischerei-Management, wenig Beifang und keine Beeinträchtigung des Lebensraums. Sehr gutes Bestandes-Monitoring. Selektive Fangmethoden. Im Nordost-Atlantik sind insgesamt 12 Heringsfischereien mit dem MSC-Label ausgezeichnet. Diese Fischereien machen zusammen den überwiegenden Teil der Heringsanlandungen aus diesem Gebiet aus.
Muscheln werden entweder auf dem Grund oder auf Aufhängevorrichtungen gezüchtet. Die Muschelzucht benötigt kein zusätzliches Futter, deshalb ist sie sehr effizient. Chemikalien und Medikamente werden nicht eingesetzt. Die gesetzliche Regulierung und der Vollzug sind in Europa unproblematisch.
Die Bestände im Pazifik sind zur Zeit nicht überfischt, noch findet keine Überfischung statt. Die biologischen Eigenschaften des Skipjacks (schnelles Wachstum, kürzere Lebensdauer) machen diese Art widerstandsfähiger gegenüber dem Fischereidruck als andere Thunfischarten. Ringwadennetze führen zu weniger Beifang von Haien, Yellowtail, Mahi-Mahi, Billfischen, Meeresschildkröten und Wahoo als bei den mit FADs (Fish Aggregrating Devices/ Lockbojen) verwendeten Ringwadennetzen. Aber es kommt dennoch zu Beifang von jungen Gelbflossen- und Bigeye-Thunfisch. Die Handleinen und Angelruten Fischerei sind selektiver. Die Befischung von Raubfischen wie Thun hat höchstwahrscheinlich einen entscheidenden Einfluss auf die Nahrungskette. Im West- und Zentralpazifik gibt es keine spezifische Regulierung für Skipjack. Im Ostpazifik ist die Regulierung hingegen teilweise wirksam: Die wichtigsten Probleme werden angegangen und es gibt unabhängige Beobachter. Allerdings besteht die Gefahr der Überfischung aufgrund einer Überkapazität der Fangflotten. Aber weil der Bestand als gesund gilt, wird diese Fischerei zur Zeit als kaum kritisch eingestuft.
Wildfang: aus MSC Zertifizierter Fischerei oder handverlesen Zucht: Bodenkulturen oder Hängekulturen Die meisten Fischereien nach Jakobsmuscheln setzen Dredges ein, die über den Meeresboden gezogen werden. Die Methode des Handverlesens ist hingegen selektiv und zerstört die Bodenlebensräume nicht. Mittlerweile gibt es auch eine kontrollierte MSC Fischerei. Vereinzelt gibt es auch Zuchten entweder in Bodenkulturen oder mit Aufhängevorrichtungen. Die Muschelzucht benötigt kein zusätzliches Futter und ist deshalb sehr effizient. Chemikalien und Medikamente werden nicht eingesetzt.